Traum vom oberen Playoff geplatzt. Jetzt gibt es nur ein Ziel.

Martin Kinslechner brachte seinen Vereine an die Kante zum oberen Playoff mit seinen starken Leistungen in den letzten Runden. Gegen Neusiedl fehlte ihm nur ein letzter Punkt.
Martin Kinslechner brachte seinen Vereine an die Kante zum oberen Playoff mit seinen starken Leistungen in den letzten Runden. Gegen Neusiedl fehlte ihm nur ein letzter Punkt.

So knapp war die Sierndorfer Bundesligamannschaft am oberen Playoff am Sonntag. Einen Punkt lag Sierndorf vor Neusiedl in der Tabelle und hielt den achten Platz und damit das letzte Ticket für das obere Playoff bereits in Händen. Ein Unentschieden hat somit genügt, um das Ticket einzulösen.

 

Die Begegnung gegen Neusiedl am See lief auch bis zu einem bestimmten Punkt absolut plangemäß: Tomas Janci schlug neben den jungen Spielern Enz und Seper auch den ungarischen Linkshänder Krisztian Szabo souverän. Auch Martin Kinslechner knüpfte an sein 3:0 aus dem Vortag gegen Oberpullendorf in seinem ersten Einzel gegen Krisztian Szabo an und gewann den ersten Satz. Danach ging der Ungar in die Offensive und holte das Einzel für Neusiedl. Martin gewann davon unbeeindruckt sein zweites Einzel gegen Michael Seper 3:2. Dominik Tarmann spielte schon deutlich besser als gegen Oberpullendorf, fand aber nach einer kurzen Erkrankung noch nicht zu seiner gewohnten Form und konnte leider kein Spiel holen. Im letzten Einzel des Tages hatte Martin Kinslechner die erste Chance das Unentschieden zu fixieren.

 

In seinem letzten Einzel gegen Philip Enz lag er bereits 2:0 nach Sätzen und 10:8 vorne und hatte damit zwei Matchbälle auf das Unentschieden. Doch Enz blieb davon unbeeindruckt und packte sehr starke Bälle aus, die ihm das 10:10 brachten. Im Nachspiel erspielte sich Martin noch einen dritten Matchball bei 14:13. Bei einem Topspin rutschte Martin der Ball leider vom Schläger und landete im Netz. Bei 16:15 war es dann Enz, der seinen Satzball mit einem Inside-Out-Vorhandspin durchbrachte. Auch den vierten Satz holte sich Enz, ehe Martin den fünften Satz wieder offen gestalten konnte. Bei 7:9 kam dann noch ein unnehmbarer Netzball von Enz dazu und bei 7:10 verwandelte Enz seinen ersten Matchball mit Bravour, umgestellt mit einem perfekten Vorhandspin.

 

Somit gab es noch eine letzte Chance im Doppel zwischen Janci/Kinslechner und Szabo/Enz. Den besseren Start erwischten abermals die Sierndorfer und holten sich den ersten Satz 11:8, doch Szabo/Enz schafften den Satzausgleich und erhöhten im darauffolgenden Satz auf 2:1.  Perfekt aus der Satzpause gekommen überrollten Janci/Kinslechner ihre Gegner im vierten Satz mit 11:1, womit das Doppel im fünften Satz die Entscheidungen bringen musste. Die Nerven lagen zu diesem Zeitpunkt schon blank. In den fünften Satz starteten die Sierndorfer unterirdisch mit 1:5. Nach dem Seitenwechsel wurde es noch einmal knapp. Nach einer starken Aufholjagd nahmen die Enz/Szabo bei 7:8 ihr Timeout. Danach spielten die Neusiedler sehr aktiv und erneut machte Enz mit einer krachenden Vorhand die Tür zum 11:7 für Sierndorf zum oberen Playoff zu.

 

"Am Ende konnten wir den Gästen aus Neusiedl nur zum 6:4 gratulieren. Sie haben unseren Zuschauern eine tolle Partie geboten. Eine neue Zielfindung ist für uns nicht schwierig. Da wir als Tabellenneunter als beste Mannschaft ins untere Playoff müssen, wollen wir diesem Anspruch gerecht werden und das untere Playoff auch gewinnen.", zeigt sich Obmann Albert Wilder nach der schmerzhaften Niederlage gefasst.